Worte zum folgenden offenen Brief vom 20.07.2022

In ihrem Vortrag „Die Thüringische Residenzenlandschaft – Auf dem Weg zum UNESCO-Welterbe“, präsentierte Frau Claudia Schönfeld am 6. Juli 2022 im Weißen Saal des Unteren Schlosses das o.g. Vorhaben unseres Freistaates der Öffentlichkeit, welches im Oktober 2021 mit Abgabe des Antrages für die deutsche Anmeldeliste startete. Ausführlich erläuterte sie die Hintergründe, das Verfahren und die Etappen auf dem Weg zum Eintrag in die Welterbeliste. Abschließend stellte sie sich den Fragen der ausgesprochen wenigen Gäste. Denn, obwohl als öffentlich deklariert, wurde es offenbar versäumt, auf diese Veranstaltung hinzuweisen.

Weil der Bürgermeister seine Abwesenheit entschuldigen ließ und nur eine Person aus den Reihen des Greizer Stadtrates anwesend war, erlaubte ich mir, mich in einem Schreiben an das Stadtoberhaupt zu wenden, verbunden mit der Bitte, dieses auch an die Damen und Herren Abgeordneten weiterzuleiten. Meines Wissens fanden in Greiz alle Beratungen, die den Welterbe-Antrag betrafen, nur im internsten Kreis statt. Mir ist nicht bekannt, in welchem Umfang der Stadtrat über den aktuellen Stand des Vorhabens und seine Bedeutung für die Stadt Greiz unterrichtet ist, die bereits jetzt als eines der „Flaggschiffe“ des Unterfangens aufgestellt ist. Darum verwies ich auf das Video von der Medienkonferenz am 07.10.2021.

Mir ist natürlich bekannt, dass nicht jede Aktivität von Erfolg gekrönt ist. Der Weg ist noch weit und es ist ungewiss, ob an dessen Ende der begehrte Eintrag in die Welterbe-Liste winkt. Doch Thüringen hat sich auf den Weg gemacht. Und Greiz wurde ausgewählt um mitzuziehen. Nicht irgendwo im Tross. Nein, wir wurden in die erste Reihe gestellt! Schon das sollte uns Mut machen, dieses Vorhaben voran zu treiben und damit zu werben. Denn – Greiz muss auf sich aufmerksam machen! Und wer antreten darf, um die Thüringer Residenzenlandschaft auf die Welterbeliste der UNESCO zu bringen, wird schon EINIGES zu bieten haben.

Um dem Stadtrat auch diese Sicht der Dinge vor Augen zu halten, verwies ich in meinem oben erwähnten Schreiben auf den Beitrag „Das Ziel heißt Zuzug! Der Weg heißt Tourismus“ von Judith Rüber und Dr. Jan Kobel. und sendete es als offenen Brief am 21.07.2022 per E-Mail an das Büro des Bürgermeisters.

Bis heute bekam ich keinerlei Reaktionen auf mein Schreiben, weder von Mitgliedern des Stadtrates noch vom Greizer Bürgermeister. Mir ist weder bekannt, ob beim Greizer Stadtrat das Thema Welterbe bisher als Gegenstand von Beratungen auf der Tagesordnung stand, ob er bisher Stellung zu den Welterbe – Ambitionen des Freistaates bezogen hat oder ob die Abgeordneten meinen Brief überhaupt erhalten haben. Darum haben wir uns entschlossen, das Schreiben nun zu veröffentlichen.

Rudolf Kuhl

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